Der von Rohdich´sche Legatenfonds

 

Der von Rohdich´sche Legatenfonds (vRLF) unterstützt u.a. Angehörige der Bundeswehr (Soldaten und zivile Mitarbeiter), die unverschuldet in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind. Die nächsten Familienangehörigen sind darin eingeschlossen. Darüber hinaus wird die Pflege des Heimatgedankens unter besonderer Berücksichtigung des Geburts- und Heimatortes des Stifters - Potsdam und Berlin - gefördert.


•    Antrag für eine Kameradschaftshilfe oder eine Unterstützungsleistung Anträge auf eine Kameradschaftshilfe oder Unterstützungsleistung werden formlos unter Darstellung der wirtschaftlichen Lage ( gem. Anlage) gestellt
•    Antrag auf Unterstützung einer Kinder-Urlaubsmaßnahme
•    Antrag auf eine Kinder Urlaubsmaßnahme mit Stellungnahme der Dienststelle

 

Aus der Stiftung 

Kategorie: Berichte
Geschrieben von Geschäftsführung

 

Am 21. Januar 2016 hat Oberstleutnant Patrick Bernardy als 21. Kommandeur das Kommando über das Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung von Oberstleutnant Dr. Axel Dohmen übernommen. Auch die Stiftung von Rohdich´scher Legatenfonds (vRLF) ist von den Kommandowechseln betroffen, weil im Paragraphen 4 der Stiftungsverfassung die Vorstandsmitgliedschaft des jeweiligen Kommandeurs festgelegt ist.

 

Oberstleutnant i.G. Dr. Dohmen wurde am 26. Oktober 2016 offiziell aus dem Stiftungsvorstand verabschiedet. Als Nachfolger wurde Oberstleutnant Bernardy im Januar gewählt. Dem ehemaligen Kommandeur danken wir für sein kameradschaftliches und engagiertes Mitwirken und wünschen ihm für seine weiteren Verwendungen viel Erfolg. Am 20. Januar nahm der gesamte Vorstand an der Bataillonsübergabe teil.

Als Nachfolger unseres am 26. November 2015 verstorbenen Kameraden und Vorstandsmitglieds, Oberstabsfeldwebel a. D. Günter Harmsen, wurde Oberstabsfeldwebel d. R. Wolfgang Weiland in den Vorstand gewählt. Schon als aktiver Soldat des Wachbataillons war er einige Jahre Mitglied des Vorstandes.

 

Am 22. Januar 2016 wurde durch den Vorstand des von Rohdich´schen Legatenfonds anlässlich des 220. Todestages des Stiftungsbegründers, Friedrich Wilhelm von Rohdich, auf seiner Grabstätte im Invalidenfriedhof in Berlin ein Gebinde niedergelegt.

Am 05. April 2016 hatte Michael Hahn den Vorstand zu einem Informationsgespräch in die Firma Hahn in Bensberg eingeladen. Nach einem ausführlichen Gedankenaustausch mit dem Schwerpunkt „Mündelsichere Finanzanlagen“ nutzte der Vorstand die Gelegenheit zu einer internen Vorstandssitzung. Vom 11. bis 15. Mai 2016 nahm Albrecht Schwabe in Leipzig am Deutschen Stiftertag teil, der jährlich vom Bundesverband Deutscher Stiftungen ausgerichtet wird. In Arbeitskreisen und Vorträgen wurden unter anderem Fragen zum Stiftungsrecht, Stiftungsmanagement wie auch zur Vermögensbewirtschaftung erörtert. Am 06. Juni informierte sich Generalmajor Jürgen Knappe, Kommandeur Territoriale Aufgaben, bei einem Besuch im Stiftungshaus über den Legatenfonds. Der Vorsitzende stellte die Entwicklung und die Unterstützungsmöglichkeiten der Stiftung dar. Am nachfolgenden Tag besuchte die Leiterin des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Berlin die Stiftung.

Albrecht Schwabe führte ein längeres Gespräch mit Regierungsdirektorin Anja Klabundt. Dabei ging es unter anderem um nachbarschaftliche Beziehungen sowie die künftige Nutzung der Julius-LeberKaserne.

Am 07. Juni nahm der Vorsitzende am Jahresempfang des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages teil, der viele Möglichkeiten zu Gesprächen bot. Generalarzt Dr. Bernd Matthiesen, PTBS-Beauftragter der Bundeswehr, war am 09. Juni zu einem Gedankenaustausch in das Berliner Stiftungshaus gekommen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Probleme der PTBS-Geschädigten sowie Möglichkeiten der Unterstützung Betroffener durch den Legatenfonds.

Wie schon in den vergangenen Jahren beteiligte sich der Legatenfonds mit einer Spende an der weiteren Restaurierung und Ausgestaltung des im Krieg und in der Nachkriegszeit stark zerstörten Invalidenfriedhofs.

Am 25. Juni wurde ein Grabkissen für Oberst Georg Heinrich Valentini enthüllt. Er war von 1800 bis 1807 der siebente Kommandant des Invalidenhauses.  Als Vertreter des Stiftungsvorstandes nahm Oberstleutnant Bernardy am 5. Juni an einer Einladung der Bundesministerin der Verteidigung mit sozial tätigen Organisationen der Bundeswehr teil.

Wie in den Jahren zuvor vertraten am 20. Juli Vorstandsmitglieder den Legatenfonds beim Feierlichen Gelöbnis von Rekruten der Bundeswehr im Bendlerblock zum 72. Jahrestag des 20. Juli 1944. Nach der Begrüßung durch die Bundesverteidigungsministerin, Dr. Ursula von der Leyen, hielt Bischof a. D. Dr. Wolfgang Huber als Hauptredner eine beeindruckende Gelöbnisansprache.

Die jährliche gemeinsame Sitzung des Bundeswehr-Sozialwerks e.V. mit dem Legatenfonds ist schon gute Tradition geworden. Das Bundeswehr-Sozialwerk hatte dazu am 22. und 23. August in sein Haus Norderoog auf Norderney eingeladen. Der Bundesvorsitzende Peter Niepenberg, Direktor beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, sein Stellvertreter, Regierungsdirektor a. D. Wolfgang Scherff, sowie die Bundesgeschäftsführerin, Regierungsdirektorin Veronika Dahl, informierten über die Entwicklung des Bundeswehr-Sozialwerks. Daran schloss sich ein reger Gedankenaustausch an. Der Vorstand des Legatenfonds übergab anschließend eine Spende für die Aktion „Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien“.

Am 14. November 2016 besuchte der geschäftsführende Vorstand des vRLF die HeinzVolland-Stiftung des Deutschen Bundeswehr-Verbandes e. V. (H-V-S) in BonnBad Godesberg. Mit dem Vorsitzenden, Oberstleutnant Thomas Beer und dessen Vertreter, Oberstabsfeldwebel a.D. Harald Schmitt, wurde die Entwicklung der beiderseitigen Organisationen erörtert. Wie in den Jahren zuvor überreichte der geschäftsführende Vorstand des Legatenfonds der Heinz-Volland-Stiftung eine namhafte Spende. Gleichzeitig nutzte Heinz-Günter Jansen die Gelegenheit, sich als langjähriger Geschäftsführer des Legatenfonds zu verabschieden: verbunden mit einem herzlichen Dank für die über zwei Jahrzehnte lange gute und fruchtbringende Zusammenarbeit mit der Heinz-Volland-Stiftung – aber insbesondere auch mit dem Deutschen Bundeswehr-Verband e.V.

Der nächste Tag, der 15. November 2016, stand ganz im Zeichen einer Kooperationsvereinbarung mit der Deutschen Härtefallstiftung e.V. sowie mit der Verabschiedung des Geschäftsführers bei der Stiftungsaufsicht im Bundesministerium der Verteidigung, Referat P III 1.

Am Vormittag trafen sich der geschäftsführende Vorstand des Legatenfonds mit dem Vorsitzenden der Deutschen Härtefallstiftung e.V. (DHS), Oberst a. D. Bernhard Gertz, und seinen engsten Mitarbeitern: Regierungsdirektor Sven-Erik Beuster, Regierungsamtsfrau Raphaela Schulze sowie Stabshauptmann Horst Hagen Roeder. Oberst a. D. Gertz stellte die bürgerlich-rechtliche Stiftung vor und berichtete insbesondere über deren Zwecke und finanzielle Ausstattung (Satzung unter Härtefallstiftung im Internet). Beide Organisationen leisten unter anderem finanzielle Unterstützungen an Bundeswehrangehörige, was dazu führte, eine weitere Kooperation zwischen dem Legatenfonds und der Deutschen Härtefallstiftung einzugehen. Am frühen Nachmittag hatte der Geschäftsführer, Heinz-Günter Jansen, in Begleitung von Albrecht Schwabe, Gelegenheit sich bei der Stiftungsaufsicht, BMVg Referat P III 1, aus seinem Amt zu verabschieden. In Vertretung des erkrankten Referatsleiters, Ministerialrat Heinz-Willi Ruiters, empfingen sein Vertreter, Regierungsdirektor Karl Böttcher sowie Oberamtsrätin Heike Angerhausen den geschäftsführenden Vorstand. Beide Seiten betonten die kooperative Zusammenarbeit, insbesondere der letzten Jahre.

Am 31. Dezember 2016 beendet Heinz-Günter Jansen seine Tätigkeit als Geschäftsführer im Vorstand des von Rohdich´schen Legatenfonds auf eigenen Wunsch. Der Vorstand bedauert seinen Entschluss sehr. Seit der deutschen Wiedervereinigung hat er entscheidenden Anteil an der Reaktivierung der Stiftung. Der Vorstand ist ihm zu großem Dank verpflichtet. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute. Als Nachfolger wird Ernst Schüßling, bisher S1Offizier im Wachbataillon, ab 01. Januar 2017 die Geschäftsführung in der Stiftung übernehmen. Dabei wünschen wir ihm eine glückliche Hand und gute Zusammenarbeit.

Albrecht Schwabe

 

 

Ende einer Ära

Der Legatenfonds dankt Heinz-Günter Jansen

Heinz-Günter Jansen scheidet am 31. Dezember 2016 auf eigenen Wunsch als dritter Geschäftsführer seit 1880 und als Vorstandsmitglied aus dem von Rohdich´schen Legatenfonds (vRLF) aus: nach fast 24jähriger Zugehörigkeit. Der gesamte Vorstand bedauert diesen Entschluss sehr. Damit verlässt ein Urgestein des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung die letzte der herausgehobenen Positionen, die er während seiner 36jährigen Dienstzeit in der Bundeswehr und danach innehatte: davon 23 Jahre im Wachbataillon (zuletzt als Kompaniefeldwebel der zweiten Kompanie), 38 Jahre als Geschäftsführer des Semper talis Bundes (StB) und 24 Jahre als Geschäftsführer des Legatenfonds.

Eine besondere Wertschätzung erfuhr er als Vorsitzender der Unteroffizier- Kameradschaft im Bundesministerium der Verteidigung – als er zum ersten und einzigen Ehrenvorsitzenden ernannt wurde: auf Lebenszeit. Schon als Geschäftsführer des Semper talis Bundes führte er weitsichtig ein Beweissicherungsverfahren 1972 zu Ende, das nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 den Grundstein zur Reaktivierung der Stiftung bildete. Danach trug er – mit großer Tatkraft, Entschlossenheit und Verhandlungsgeschick – entscheidend dazu bei, dass die nach dem Krieg durch die DDR aufgelöste und enteignete Stiftung wieder ins Leben gerufen wurde. Seit 1995 wieder mit entsprechenden Finanzmitteln ausgestattet, verwaltete er den Legatenfonds mit sicherer Hand und erwarb sich bei der Anlage des Stiftungsvermögens hervorragende Kenntnisse im Bereich der Finanzwirtschaft. Eine jederzeit äußerst gründliche, nichts dem Zufall überlassende Arbeitsweise hat dauerhaft herausragende Ergebnisse erbracht.

Grundlage für die mehr als zwei Jahrzehnte äußerst erfolgreiche Arbeit von Heinz-Günter Jansen war eine Vielzahl von Kontakten und Verbindungen zu wichtigen Stellen innerhalb der Bundeswehr, beispielsweise zur Stiftungsaufsicht im Bundesministerium der Verteidigung – aber auch nach außen: etwa zu den führenden Repräsentanten anderer Stiftungen oder zu Vertretern des Finanzwesens. HeinzGünter Jansen hat diese Kontakte systematisch gesucht, aufgebaut und als berechenbarer Partner gepflegt, ohne dabei seine Person in den Mittelpunkt zu stellen. Es ging ihm zu allererst um die Sache: in diesem Fall um die Stiftung. Damit kann heute die Stiftung – anerkannt in der Bundeswehr – wieder ihren sozialen Verpflichtungen und damit dem Auftrag des Stiftungsbegründers, Friedrich Wilhelm von Rohdich, nachkommen. Traditionsbewusst und zukunftsorientiert hat er einen maßgebenden Anteil an der Prägung der Stiftung.

Der Vorstand ist Heinz-Günter Jansen für seinen unermüdlichen Einsatz zu Dank verpflichtet. Sein Name wird „zu ewigen Zeiten“ mit dem von Rohdich´schen Legatenfonds verbunden sein. Ausgezeichnet mit der Verdienstmedaille und dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland sowie mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold, kann Oberstabsfeldwebel a. D. Heinz-Günter Jansen voller Stolz auf eine außergewöhnliche Lebensleistung zurückblicken. Semper talis!

                                               

Der Vorstand des von Rohdich´schen Legatenfonds